Wirtschaft - anders - denken

 

Dokumentation einer Werkstattwoche der Waldorfschule Ismaning, Herbst 2010

 

Lehrer, Schüler und Eltern stellen das Thema Wirtschaft eine Woche lang in den Mittelpunkt der Schule. Es geht darum, sich der Beteiligung an der Wirtschaft bewusst zu werden und Alternativen zum gängigen Wirtschaften zu finden.

Schüler und Dozenten geben im Film u. a. zu den Workshops Interviews, dabei kommen auch viele Teilnehmer der Initiative Grundeinkommen München zu Wort.

Zudem gibt es verschiedene Einblicke in die Workshops.

 

Interviews: Wolfgang Ettlich

Kamera: Hans-Albrecht Lusznat

Sprecher: Heiko Schaaf, Gabriele von Moers

Schnitt: Monika Abspacher

Buch und Regie: Gabriele von Moers

 

Laufzeit 45 min


KannMannFrau

Der Film erzählt die Geschichten von den Männern Florian Herb, Klaus Gruber und Charles Schumann, die aus dem traditionellen Rollenbild ausgestiegen sind und sich für ein Leben als Hausmann und Erzieher entschieden haben. Die Regisseurin besucht diese Familien , erzählt aus deren Alltag und stellt fest, wenn Mann versorgt ist, kann er auch Frau.

Zugleich werden Beiträge vom Grundeinkommenskongress 2012 in München gezeigt u.a. Interviews mit Götz Werner, Sascha Liebermann und Johannes Stüttgen. Die Dokumentation KannMannFrau will ein Plädoyer sein für die Familie und Interesse wecken für die Idee des Grundeinkommens.

Der Begriff Emanzipation suggeriert heute in erster Linie, die wirtschaftliche Unabhängigkeit der Frau vom Mann, durch die Eroberung und Behauptung in der männlichen Welt der Erwerbsarbeit

Den Begriff in dieser Form will die Reportage hinterfragen , indem eine Emanzipation der weiblichen Seite des Menschen in den Vordergrund rückt. Diese neu wertzuschätzen wäre eine Alternative zum Leistungsdruck in unserer Gesellschaft.

 Die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens kann ein Weg in diese Richtung sein.

 

 


Mensch Mutter-ein langer Weg zum Grundeinkommen

 "Mensch Mutter-ein langer Weg zum Grundeinkommen"

 

Meine Arbeitskraft als Hausfrau und Mutter nicht verkaufen zu müssen habe ich ganz neu schätzen gelernt, nachdem mir die Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens begegnete. Deshalb möchte ich aus meinem Leben erzählen und zeigen,warum mir  dieser Kulturimpuls notwendig erscheint.

Es begann mit der Flucht der Eltern aus der sowjetisch besetzten Zone nach Westberlin und dem Aufwachsen im Nachkriegsberlin. Der spätere Verlust des Elternhauses, das als Sicherheit für die Familie angedacht war, regte mich an, über ein Grundeinkommen nachzudenken.

Schon in der Studienzeit gründete ich mit meinem Mann, den ich noch aus der Schulzeit kenne, eine Familie. Nach dem Examen widmete ich mich bald ganz den inzwischen drei Kindern. Später haben wir viele Jahre getrennt gelebt und so wurde ich sensibel für das, was ein Grundeinkommen insbesondere für die Alleinerziehenden leisten kann.

Nachdem wir als Familie wieder zusammen kamen und noch ein vierter Sohn geboren wurde, begann ich mich in München für ein bedingungsloses Grundeinkommen zu engagieren und erzähle von den Aktivitäten, die wir veranstalten.

Gezeigt werden Fotos, Videomaterial der eigenen Kinder, Interviews mit der Familie und Freunden sowie in der Grundeinkommensinitiative, Gesprächsrunden und Vortragsmitschnitte.